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Kranzniederlegung am Sowjetischen Ehrenhain

Kranzniederlegung-2026

Auch in diesem Jahr hat dieBasis im Bezirksverband Nordsachsen, an der Gedenkfeier für die Opfer des Zweiten Weltkriegs, am Sowjetischen Ehrenhain auf dem Ostfriedhof der Stadt Leipzig, teilgenommen.

Zur Kranzniederlegung hielt der Vorsitzende des Bezirksverbandes eine Rede mit sehr persönlichen Worten – eine Rede, die der wichtigen Erinnerungskultur und Völkerverständiung ein Gesicht gegeben hat.

Hier ein Auszug seines Redebeitrags:
„…ich spreche zu ihnen als Mitmensch und Nachbar; ich spreche als Vater von vier Kindern, und ich spreche als Mitglied der Partei dieBasis, mit der wir uns für Eigenverantwortung und direkte Demokratie einsetzen.

Noch nie in meinem Leben habe ich so sehr mit Worten ringen müssen, wie in meiner Vorbereitung auf den heutigen Tag.
[…]
Mein Großvater schrieb aus Cottbus, wohin er, aus Osten kommend, gemeinsam mit einem Kameraden gelangt war, er sei auf dem Heimweg und, so Gott wolle, in einigen Tagen zu Hause. Es war dies seine letzte Nachricht. […] Erst 2017, kurz nach dem Tod meiner Großmutter, erfuhren wir, dass er schon 1946 in einem sowjetischen Kriegsgefangenenlager verhungert war.
[…]
Wenn wir heute hier an diesem Ort gemeinsam gedenken, so tun wir das ganz bewusst auch als Kinder und Enkel der Täter und der Opfer, und wir finden Worte und Gesten, mit denen wir uns verständigen und versöhnen können. Das ist, was uns vereint und stark macht. Spätestens dann, wenn Mächtige unsere Töchter und Söhne in Kriege führen wollen, sollten wir ihnen unsere Gefolgschaft verweigern…“

(Matti Rabold, 09.05.2026)

Kranzniederlegung 2026
Kranzniederlegung 2026 am sowjetischen Ehrenhain Leipzig

dieBasis steht für Frieden und das basisdemokratische Aushandeln des Zusammenlebens. Als Partei baut unser politisches Verständnis auf vier Säulen auf: Freiheit, Machtbegrenzung, Achtsamkeit und Schwarmintelligenz. Matti Rabold fragt in seiner Rede, was den Fremden zum Feind macht, was einen Menschen dazu bewegt, in den Krieg zu ziehen:
„Was aber hatte meinen Großvater bewegt, ein Gewehr zu schultern und gen Osten zu marschieren? Hatte er dort wirklich Feinde vermutet? Hatte er den Nazis die unerträgliche Mär vom „Volk ohne Raum“ etwa geglaubt?“