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Welt-Down-Syndrom-Tag

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Zum Welt-Down-Syndrom-Tag am 21.März jedes Jahres möchte ich meinem Sohn immer wieder sagen, dass er das Glück meines Lebens ist. Ziemlich blauäugig stolperte ich in eine Risikoschwangerschaft. Schon im ersten Trimester war er, laut Norm, zu klein. In der Feindiagnostik wurde dann eine Down-Syndrom-Wahrscheinlichkeit von 1 zu 6 errechnet. Zudem zeichnete sich ein Herzfehler ab, der gut operierbar wäre. Mit der Empfehlung für eine Fruchtwasserpunktion und Abtreibung trotz Woche 21/22, gingen mein Mann und ich, völlig geschockt, zur Frauenärztin zurück. Nachdem Sie uns dann emphatisch aufgeklärt hatte, wurden wir mit einem Aufklärungsvideo konfrontiert. Es zeigte erwachsene Menschen mit Down-Syndrom. Natürlich waren wir völlig irritiert, denn was nicht gezeigt und gesagt wurde ist, dass man mit dem Baby in die Situation hinein wächst und dass diese Kinder unheimlich emphatisch sind. Er bereichert mein Leben täglich. Durch ihn hab ich Güte, Liebe, Verständnis und Geduld gelernt.

Wir kuscheln, tanzen und singen jeden Tag, weil es mich glücklich macht zu sehen wie er Spaß hat. Natürlich hatten wir Angst. Doch in jeder Krise steckt auch eine Chance und ich bin so dankbar, dass ich diese Chance zu ließ und jetzt so glücklich mit ihm bin.

Für seine Zukunft stehe ich mit Leib und Leben ein. Er soll in einer Welt aufwachsen, wo die Menschen ehrlich, hilfsbereit, herzlich und lösungsorientiert sind. In einer Welt, wo ein Handicap nicht zum Ausschlusskriterium der Gesellschaft führt, sondern wo Jeder als Mensch wahrgenommen wird, egal ob mit oder ohne Einschränkungen. Aus diesem Grund ist es mir ein persönliches Anliegen, dass Menschen mit Behinderung und auch alte Menschen mit Erkrankungen, ein Leben in Liebe, Glück und Würde führen können und dürfen. Dafür setze ich mich in der Partei dieBasis ein.

Aline

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