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„Es kann überhaupt nur noch voran gehen, wenn wir das gemeinsam schaffen.“ – dieBasis Stimmen

Ich bin Karl Wilkens. 53 Jahre. Bin Büroangestellter. Lebe seit dreieinhalb Jahren in Berlin. Ich hatte bereits März, April letzten Jahres große Zweifel an dem was da passierte und auch wie es präsentiert wurde. Es gab zu der Zeit auch in den großen Zeitungen immer mal wieder interessante Artikel. Wenn man da ein bisschen weiter gedacht hat, dann hat man eigentlich gemerkt z.B. dass die Zahlen eigentlich sehr schlecht präsentiert wurden. Sie wurden in kein Verhältnis gesetzt. Sie wurden irgendwie skandalisiert. Es wurde auch nicht unterschieden zwischen positiven Tests und Fällen und so weiter. Es wurde nicht erklärt, was bedeutet das eigentlich. Ich habe mich dann damals gefragt, was kann ich tun und habe eigentlich Anschluss gesucht zu anderen Menschen. Habe den Austausch gesucht. Bin auch auf die Straße gegangen zu den Demonstrationen. Nicht zu den allerersten, aber ich war auf dem Rosa-Luxemburg-Platz. Ich hatte mir vorher Videos angesehen von dem was da passiert und bin ein bisschen mit zitternden Knien sogar da hingegangen. Habe dann gesehen, so schlimm ist das gar nicht. Bin mit den Leuten ins Gespräch gekommen. Und dann habe ich irgendwann auch auf einer Demonstration auf einer Straße des 17. Juni habe ich einen der Koordinatoren von diesem Widerstand 2020 Gruppen kennen gelernt. Der war dann zufällig von der Gruppe Mitte. Ich wohne im Gesundbrunnen und seitdem bin ich regelmäßig dann zu den Treffen gegangen. Das führte dann auch zur Gründung der Basis, indem ich mit eingeladen war nach Kirchheim dort an der Gründungsversammlung teilzunehmen.
Also das in den Arm nehmen in einem übertragenen Sinne von Mensch zu Mensch: Das gehört für mich in der Tat zur Basis dazu. Natürlich hat man es auch immer wieder mit Konflikten zu tun. Auch diese Konflikte gehören zum Lernen und wir versuchen zum Beispiel gewaltfreie Kommunikation den friedvollen Umgang miteinander auch zu üben. Dass das auch gerade im politischen Geschehen wo es auch um Ambitionen geht; auch diese Ambitionen muss man sehr sorgfältig auch bei sich selber beobachten. Wenn sie denn aufkommen. Wir haben schon in vielen solchen Situationen dann auch die Leute sozusagen wieder zurückgeholt. Das ist ein Weg auf den wir uns jetzt machen. Da sind wir sicherlich noch nicht am Ende.
Also das politische System so wie wir es im Moment kennen, ich auch teilweise aus eigener Erfahrung, bewirkt natürlich auch eine gewisse Dynamik in den Menschen, dass sie sich in bestimmter Weise, selbst bei allen guten Vorsätzen die sie sich selber auch mal gemacht haben. Dass sie sich in bestimmter Weise entwickeln.
Genießt bestimmte Privilegien und vergisst dann vielleicht die Basis. Was wollen wir da tun? Das eine sind Instrumente die wir auch noch weiterentwickeln müssen. Basisdemokratie heißt für mich nicht, dass jede Entscheidung von allen immer getroffen werden muss. Aber es bedeutet vor allen Dingen auch dass die Vorschläge auch aus dem Schwarm wie wir sagen. Also von allen kommen können, entwickelt werden. Das ist das eine das ist ganz wichtig, ganz zentral. Es geht hier nicht um Befragung die sozusagen von Partei-Vorstandsgnaden irgendwie über die Mitglieder ergossen werden und dann sieht man was dabei raus kommt. Nein, es ist ein Recht der Mitglieder Vorschläge zu machen. Die Instrumente zur Machtbegrenzung sollen auch solche Dinge, wie das abberufen können von Mandatsträgern oder Vorständen. Wie wir das genau umsetzen, das werden wir noch sehen.
Das allererste was wir umsetzen müssen ist, dass wir unser Grundgesetz in der Form wie es verschriftlicht ist, wieder bekommen. Im Moment sind wir ja mit sehr willkürlich und ständig neuen Einschränkungen dieser Rechte, die unveräußerlich sind eigentlich. Die nicht an Bedingungen geknüpft sind, sondern die uns gehören. Sind konfrontiert damit, dass uns die in teilweise Existenzbedrohender, in teilweise bis in unsere Körperlichkeit reingehen, genommen worden sind. Das wäre also das allererste. Das wir einen Status Quo wiederherstellen wo wir überhaupt miteinander frei umgehen und frei darüber verhandeln können wie es weiter gehen soll. Ich rechne auch damit, dass wir in einem Dreivierteljahr, wenn wir dann die Chance bekommen im Bundestag auch mit Entscheidungen zu treffen. Das wir da auch vor der ein oder anderen sehr schwierigen Situation stehen werden. Also fiskalisch beispielsweise. Es werden also keine rosigen Zeiten. Mein Ansatz ist, dass es immer einen Weg gibt, wenn verschiedene Menschen einen Willen dazu haben. Wir leben trotz allem noch in einem reichen Land, auch wenn der ein oder andere große Einschränkungen wird hinnehmen müssen. Sodass immer noch genug da sein wird, wenn man noch den Willen hat das auch zu verteilen und kreative Lösungen zu finden. Da ist eben die Basisdemokratie auch ein Motor die Menschen überhaupt in die Position zu bringen, dass sie das Gefühl haben ich kann hier auch was mit entwickeln.

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